Donnerstag, 28. Mai 2015

Beinwell



Diese hübsch hell bis dunkelviolett blühende Staude zieht jedes Jahr viele Bienen an.
Beinwell ist eine Heil- und Gewürzpflanze. Sie ähnelt Boretsch, gehört botanisch zur selben Familie.

Ich mag beide Pflanzen, wobei mir der Beinwell lieber ist! Seine Stängel und Blätter sind nicht so stark behaart und die Blätter sind deutlich zarter. Deshalb verwende ich die Blätter und vor allem die Blüten des Beinwell auch im Salat.

Wenn zu viel davon im Garten wächst, kann aus den Stängeln eine mineralreiche Jauche für Tomaten, Kartoffeln und Kohl herstellen! Die Blätter eignen sich auch zum Mulchen von Gemüsekulturen. (Tipp aus dem großen Gartenratgeber)

Mein erstes Rezept für euch:

Gefüllte Zucchini mit Hirse und Beinwell

150 g Hirse waschen und 20 min köcheln lassen. Ins Kochwasser lege ich gern Lorbeerblätter für einen würzigeren Geschmack.
1 rote Paprika putzen und klein würfeln.
3 Zwiebeln und 3 Knoblauchzehen putzen und klein schneiden.

Zwiebel und Knoblauch in 1 EL Rapsöl oder Kokosöl anbraten. Die Paprika dazu geben und mit andünsten.

Inzwischen die jungen Blätter des Beinwell klein schneiden. Es passen auch noch andere Kräuter!

Fertige Hirse mit den Zwiebeln, Paprika und Beinwell vermischen.

1/2 Zitrone auspressen und zur Mischung geben. Plus 100 ml Sojasahne. Mit Gewürzen wie Chili, Kümmel, Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.

100 g Fetakäse zerbröckeln und auch untermischen.

Die bereits ausgehölten Zucchini, ich habe kleine runde genommen, diese längs halbiert, nun mit der Hirsemasse füllen.

Die Hälften nebeneinander in eine feuerfeste Form legen und im Backofen bei 180°C mindestens 25 Minuten garen. Wer mag kann auch Tomatensauce in die Form geben- so werden die Zucchini schneller gar!

Ich habe sie auf den Grill gelegt. Dafür im Boden ein Stück abschneiden damit sich die Auflagefläche erhöht. Den Deckel schließen und ebenfalls 20 - 25 Minuten warten.

Die Füllung kann man übrigens auch als Salat anmachen. Einfach mit Öl und Essig.


 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Rosmarin

Rosmarin, der Strauch mit den vielen kleinen Nadeln und unzähligen lila farbigen Blüten! In diesen tummeln sich im Sommer die Bienen- es summt und schwärmt den ganzen Tag!



Ihr könnt Rosmarin hervorragend in Töpfen kultivieren. Sie benötigen einen warmen, sonnigen Platz und nicht zu viel Wasser.

Sowie Nadeln und Blüten können in der Küche verwendet werden!

Die Nadeln, ob frisch, getrocknet oder gemahlen ergeben ein herrliches Aroma in mediterranen Gemüsegerichten,  mit Tomaten, Zucchini und Auberginen.
Kartoffelgerichte schmecken mit Rosmarin gleich nach Urlaub mit Sonne und Meer.

Sie harmonieren hervorragend mit Lamm und Geflügel!

Rosmarin kann in Öl, Essig, Wein, Likör und Tee seine ätherischen Öle freigeben und diese parfümieren.

Selbst Süßspeisen lassen sich mit Rosmarin verfeinern! Dafür würde ich die Blüten empfehlen. Diese schmecken auch im Salat.

Eine wirklich gelungene Kombination finde ich Rosmarinnadeln und Blüten mit Zitronensaft, Fetakäse und etwas gutes Olivenöl, abgeschmeckt mit Pfeffer aus der Mühle.
Packt alles in Alufolie und dann für 10 Minuten auf den Grill.

Oder legt ein paar Zweige in die Grillkohle und genießt euer Grillfleisch oder Fisch mit einem unverwechselbaren, herzhaften Aroma.

Zupft vorsichtig die Blüten vom Strauch und lasst sie für 5 Minuten auf einer Unterlage liegen- so können alle kleinen Tierchen flüchten.
Anschließend streut ihr die Blüten über den bereits angemachten bunten Salat oder ihr macht ein super leckeres Ananas- Rosmarin- Dessert!

1 Ananas- schälen, in Scheiben schneiden und jeweils den harten Mittelkern entfernen.

1- 2 EL Limettensaft mit 60 g Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze zu hellbraunem Karamell verschmelzen.

20 g Butter mit 1 Zweig Rosmarin- die Nadeln abzupfen! zum Karamell geben und verrühren.

Die Ananasscheiben hineinlegen und kurz beidseitig braten. Vorsicht heiß!

Schmeckt mit Vanilleeis ganz hervorragend!


 In meinem Eisschrank fand ich noch einen Rest Schokoladen- und Walnusseis. Ich muss aber sagen, mit Vanilleeis schmeckt man das zarte Rosmarinaroma der Ananas bestimmt viel besser!

Küchenkräuter und Co

Ihr kennt sie alle

Rosmarin, Salbei, Minze, Borretsch, Guter Heinrich, Bohnenkraut, Schnittlauch, Petersilie und noch viele mehr.

Ich stelle euch nach und nach alle vor, in Wort und Bild und mit leckeren Rezepten. Los geht's!